Graue Wölfe: Der türkische Rechtsextremismus in Deutschland und in der Türkei

Der türkische Rechtsextremismus stellt mit etwa 12.000 Anhängern die zweitgrößte extrem rechte Bewegung in Deutschland dar. Die Bewegung ist auch bekannt unter den Namen „Graue Wölfe“ oder Ülkücü-Bewegung. In den 1970er-Jahren waren die extremen Nationalisten mit ihrer Partei MHP Teil von Regierungskoalitionen. Gleichzeitig organisierten sie über die paramilitärischen Grauen Wölfe den Straßenterror gegen Linke und waren in den 1970er Jahren verantwortlich für hunderte politische Morde.
Gegenwärtig ist die MHP seit 2015 de facto Partner der Regierungspartei AKP und beeinflußt die türkische Regierungspolitik maßgeblich.
Die Ideologe des türkischen Rechtsextremismus ist zutiefst geprägt von autoritären, nationalistischen, rassistischen, antisemitischen und queerfeindlichen Elementen. Ebenso auffällig ist das Verschwörungsdenken im türkischen Rechtsextremismus, die von zahlreichen Feindbildkonstruktionen unter anderem gegen Armenier, Juden, Kurden und allgemein gegen den Westen geprägt ist. Organisatorisch sind die Moscheevereine und sonstige soziokulturelle Vereine, die Ende der 1970er Jahre und Anfang der 1980er Jahre entstanden sind, die tragende Säule des türkischen Rechtsextremismus in Deutschland. Diese Vereine können aufgrund ihren lokalen Verankerung einen relevanten Teil der türkeistämmigen Bevölkerung in Deutschland erreichen und politisch beeinflussen.

Graue Wölfe: Der türkische Rechtsextremismus in Deutschland und in der Türkei (19. März 2025)

 

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